30.06.2006

IV-Präsident Sorger überreicht Schriftstellerin Barbara Neuwirth Anton Wildgans-Preis 2005

Sorger: „In Reihe mit Thomas Bernhard, Ingeborg Bachmann, Brigitte Hamann - Signal kultureller Verantwortung der Industrie“

Der Österreichische Schriftstellerin Barbara Neuwirth wurde gestern Abend im Haus der Industrie der von der Industriellenvereinigung (IV) gestiftete und mit 10.000 Euro dotierte Anton Wildgans-Preis überreicht. „Der weite Bogen ihrer Texte reicht von Realistik bis Phantastik und verbindet wissenschaftliche Erkenntnisse mit reicher Phantasie. Die heurige Preisträgerin steht damit in einer Reihe mit Größen wie Thomas Bernhard, Ilse Aichinger, Ingeborg Bachmann, Ernst Jandl oder Brigitte Hamann, die den Wildgans-Preis in der Vergangenheit erhalten haben“, so IV-Präsident Dr. Veit Sorger in seiner Eröffnungsansprache. „Der Preis ist ein deutliches Zeichen für die österreichische Gegenwartsliteratur und ein wichtiges Signal der gesellschaftspolitischen und kulturellen Verantwortung, die die heimische Industrie in diesem Land trägt“, betonte Sorger. Bereits seit 1962 werde der Wildgans-Preis von der IV vergeben und sei damit einer der traditionsreichsten Literatur-Preise des Landes.

Die Preisträgerin Barbara Neuwirth bedankte sich für die „sehr große Auszeichnung“. Neuwirth betonte, dass das Wort eine der wichtigsten Bindungen in ihrem Leben sei. Wie jede Beziehung funktioniere auch diese nur mit Liebe und Verbundenheit. Die Preisträgerin betonte, dass die Literatur ein Stiefkind des Kultursponsorings sei, da sie kaum für eine breite Bewerbung des Sponsors sorgen könne. Dass der Wildgans-Preis nun schon seit mehr als 40 Jahren vergeben werde, sei nicht nur ein Zeichen von „großem Selbstbewusstsein des Sponsors“, sondern zeige auch, dass dieser sein Engagement ernst nehme. Die Präsidentin der Österreichischen Gesellschaft für Literatur und Laudatorin des Abends, Dr. Marianne Gruber, gratulierte Neuwirth und erinnerte daran, dass diese trotz gelegentlicher Anfeindungen immer ihren Weg gegangen sei. „Von Barbara Neuwirth ist in Zukunft noch vieles zu erwarten“, zeigte sich Gruber überzeugt.

Die Autorin wurde von einer dreiköpfigen Jury bestehend aus Dr. Marianne Gruber sowie dem Leiter des Brenner-Archivs an der Universität Innsbruck, Univ-Prof. Dr. Johann Holzner, und dem Vorsitzenden der Jury, dem Autor und Essayisten Dr. Peter Marginter, ausgewählt. Der Anton Wildgans-Preis wird jährlich an eine österreichische Schriftstellerin/einen österreichischen Schriftsteller der jüngeren oder mittleren Generation vergeben. Der Name "Anton Wildgans-Preis" soll die Wertschätzung vor dem großen Dichter Anton Wildgans zeigen, der wie wenige andere das Österreichische in seinem besten Sinn verkörperte.


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