16.09.2008

Potenziale für qualifizierte Teilzeitarbeit in Österreich

Teilzeitarbeit gewinnt immer mehr an Bedeutung und sollte daher den Interessen von Arbeitgeberinnen, Arbeitgebern und Arbeitnehmerinnen, Arbeitnehmern entgegenkommen.

Aus diesem Grund wurde von Arbeitsmarktservice (AMS) und Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) sowie der Industriellenvereinigung (IV) eine Studie beim Industriewissenschaftlichen Institut (IWI) in Auftrag gegeben, die dokumentieren sollte, auf welche Weise sich Unternehmensinteressen und individuelle Bedürfnisse der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vereinen lassen.

Die Studie wurde von AMS-Vorstand Dr. Johannes Kopf, dem stellvertretenden Generalsekretär der WKÖ,  Dr. Reinhold Mitterlehner und Dr. Wolfgang Tritremmel, Leiter der Abteilung Arbeit und Soziales der Industriellenvereinigung, am 16. September 2008 in Wien präsentiert.

Beinahe fast jede, jeder Vierte der insgesamt 4.016.000 Erwerbstätigen in Österreich arbeitete im ersten Quartal 2008 Teilzeit. Damit ist die Teilzeitquote in den letzten Jahren stark gestiegen.

„Die Nachfrage nach Teilzeitarbeit ist nach wie vor im Steigen. Beim Arbeitsmarktservice gab es im Vorjahr pro Monat rund 30.000 Arbeitsuchende (August 08: 31.100) mit dem Wunsch nach Teilzeitarbeit, aber nur 4.300 (August 08: 5.100) freie Teilzeitstellen", erklärte Kopf.

 „Flexibilität und individuelle Vereinbarungen zwischen Arbeitgeber/innen und Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sind „der Schlüssel" zum Erfolg für eine erfolgreiche Teilzeitarbeitskultur", betonte Mitterlehner. „Es gibt genügend Potenziale bei der „qualifizierten Teilzeitarbeit", die erschlossen werden müssen", führte Mitterlehner aus.

Es gibt einige Gründe dafür, dass sich Teilzeitarbeit und vor allem qualifizierte Teilzeitarbeit so rasch verbreitet. Einerseits ist es die Kommunikationstechnik, die für Betriebe wichtige Schnittstellen lösen hilft, andererseits ist es nicht selten eine Bedarfsänderung bei der Kapazitätsplanung.", erläuterte Tritremmel.

Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist wohl einer der wichtigsten Gründe für Teilzeitarbeit aber auch Kinderbetreuung, Weiterbildung bis hin zu gesellschaftlichem Engagement oder karitative Tätigkeit. Qualifizierte Teilzeitarbeit ist kein prekäres Arbeitsverhältnis. Arbeitnehmerinnen, Arbeitnehmer und Arbeitgeberinnen, Arbeitgeber profitieren wechselseitig von qualitativ hochwertiger und effizienter Teilzeitarbeit.

Immer mehr Betriebe zeigen bereits längst die Bereitschaft zu flexiblen Arbeitszeitmodellen. Diese sichern sich damit die besten Köpfe.


Fotos
vlnr.: Dr. Wolfgang Tritremmel, Dr. Johannes Kopf, Dr. Reinhold Mitterlehner
vlnr.: Dr. Wolfgang Tritremmel, Dr. Johannes Kopf, Dr. Reinhold Mitterlehner



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