MiA 2009: Erfolgreiche Frauen mit Migrationshintergrund in Österreich
Im Rahmen einer festlichen Gala wurde am 7. März die MiA 2009 in den Kategorien „Wissenschaft und Forschung", „Wirtschaft", „Kunst und Kultur, „Humanitäres und gesellschaftliches Engagement" und „Sport" vergeben. Erstmal überreicht wurde heuer auch eine Auszeichnung in der Kategorie „Journalismus". Die MiA wurde im vorigen Jahr auf Initiative von Staatssekretärin Christine Marek, der ÖGB-Bundesfrauenvorsitzenden Renate Csörgits, Dudu Kücügöl von der muslimischen Jugend Österreichs, Akakiko-Geschäftsführerin Mi-ja Friedländer und dem IV-Bereichsleiter Gesellschaftspolitik Christian Friesl zum ersten Mal vergeben. Die Auszeichnung soll die Aufmerksamkeit auf die Erfolgsgeschichten von Frauen mit Migrationshintergrund lenken. Die Schicksale aller Kandidatinnen beweisen dabei vor allem eines: Auch wenn es in vielen Fällen Frauen mit Migrationshintergrund doppelt schwer haben, ist eine erfolgreiche Karriere in Österreich für Migrantinnen dennoch möglich.
Unter der Patenschaft des ORF und gesponsert von der Industriellenvereinigung und Kapsch TrafficCom ging der Preis in der Kategorie „Kunst und Kultur" heuer an die Autorin Julya Rabinowich. Die 38-jährige wurde in St. Petersburg geboren „entwurzelt und umgetopft" und lebt seit 1977 in Wien. Deutsch als zweite Sprache habe sie sich "erkämpft", offenbar mit beträchtlichem Erfolg: 2003 begann sie schriftstellerisch tätig zu werden und wurde bereits im selben Jahr mit dem Preis „Schreiben zwischen den Kulturen" (edition exil) ausgezeichnet. Inzwischen hat Rabinowich fünf Dramen und 2008 ihren Debütroman „Spaltpilz" veröffentlicht. Nebenbei ist die Schriftstellerin auch als Dolmetscherin beim Flüchtlingsdienst der Diakonie. Heuer wurde Rabinowich neben der MiA auch der Hauptpreis bei den Rauriser Literaturtagen zugesprochen.
Alle Informationen: www.mia-award.at
