Wirtschaft und Werte
Die IV-Gesellschaftspolitik hatte in Kooperation mit respACT und der Wochenzeitung „Die Furche" zu einer Podiumsdiskussion über „Die ethische Wende: Nachhaltigkeit und Demut statt Gier?" geladen. Moderiert vom stellvertretenden „Furche"-Chefredakteur Rudolf Mitlöhner stellte sich das Podium der Frage, inwieweit unsere Gesellschaft insgesamt - jenseits des populistischen Vorwurfs der „Gier" der Manager und Banker - mit verantwortlich an der Krise sei. Die Diskussion im Haus der Industrie brachte recht unterschiedliche Einschätzungen über die Ursachen der Krise zutage. Einigkeit herrschte aber weitgehend dahingehend, dass aufgrund der aktuellen Situation endlich über notwendige Veränderungen in unserem ökonomischen System gesprochen werde. Einem radikalen Systemwechsel, wie etwa von globalisierungskritischen Organisationen gefordert, konnte aber kaum jemand etwas abgewinnen. Das System der Marktwirtschaft sei nach wie vor allen Alternativen vorzuziehen, allerdings müsse der Ausprägung als „ökosoziale Marktwirtschaft" langfristig zum Durchbruch verholfen werden, um dem Prinzip der Nachhaltigkeit genüge zu tun.
Das Thema „Ethik in der Wirtschaft" wird in der IV vor allem vom Arbeitskreis „Wirtschaft und Religion" bearbeitet. Dieser hatte seit Frühjahr 2008 ein Diskussionspapier zum Thema „Wirtschaft und Werte" erarbeitet, welches nun in einer zweiten, überarbeiteten Auflage vorliegt.
