Industrie begrüßt Einigung zur Insolvenzrechtsreform
IV-GS Beyrer: Bessere Sanierungschancen für Unternehmen damit gegeben – Reform hoffentlich noch rechtzeitig, um möglichst vielen Unternehmen eine bessere Sanierungschance zu geben und dadurch und Arbeitsplätze zu sichernAls „wichtiges Signal für den Wirtschaftsstandort Österreich" begrüßte der Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV), Mag. Markus Beyrer, heute, Montag, die Einigung innerhalb der Bundesregierung auf die Reform des Insolvenzrechts. „Die Einigung kam hoffentlich noch rechzeitig zustande, um möglichst vielen Unternehmen eine bessere Sanierungschance zu geben und dadurch Arbeitsplätze zu sichern", so Beyrer, der darauf aufmerksam machte, dass viele Unternehmen die Auswirkungen der Wirtschafts- und Finanzkrise erst beginnend mit 2010 in vollem Ausmaß zu spüren bekommen würden. „Im Interesse des Industrielandes Österreich erwarten wir uns, dass der Gesetzgebungsprozess nun möglicht rasch vonstatten geht", so der IV-Generalsekretär.
In den Verhandlungen über die Reform des Insolvenzrechts hatte stets der Sanierungsgedanke im Vordergrund gestanden. „Gerade für Unternehmen, die in Folge der Krise ohne Eigenverschulden in die Insolvenz geraten sind, müssen die Sanierungschancen verbessert werden", so Beyrer. So soll es durch die Einrichtung eines Sanierungsverfahrens, das unter Vorlage eines Sanierungsplans auch durch den Unternehmer selbst verwaltet werden kann, leichter fallen, dieses Instrument in Anspruch zu nehmen. Als besonders positiv aus Sicht der Industrie seien zudem Vorschläge wie die Herabsetzung der Kapitalquote von derzeit 75 auf 50 Prozent bei gleichbleibender Erforderlichkeit der Kopfmehrheit oder die Senkung der Kapitalmindestquote auf 30 Prozent zu nennen.
