W. Hamburger GmbH: Positiver Bescheid für Ersatzbrennstoffanlage
Grünes Licht durch das Land Niederösterreich sichert den Standort in Pitten.Das Land Niederösterreich hat Mitte April im Bescheid zur Umweltverträglichkeitsprüfung grünes Licht für die geplante Ersatzbrennstoffanlage in Pitten gegeben. "Das Land Niederösterreich bestätigte mit diesem Bescheid unsere Pläne für die Ersatzbrennstoffanlage eindeutig. Schon die Gutachten der Experten aus 2009 zeigten, dass die geplante Anlage umweltverträglich ist", freut sich Werksleiter Werner Ofenböck. Mehr als zwei Jahre dauerte das Verfahren, die Ersatzbrennstoffanlage war genauestens geprüft worden. Zum Vergleich: In Deutschland brauchte die Genehmigung einer Ersatzbrennstoffanlage der Hamburger Gruppe kürzlich nur wenige Monate.
Standortsicherung in Pitten
Die Ersatzbrennstoffanlage hat ein zentrales Ziel: Energie für die Papierfabrik in Pitten zu gewinnen. Sie verwertet beim Papier-Recycling anfallende Reststoffe effizient und führt den entstehenden Strom und Dampf wieder der Papierfabrik zu. Der Strom wird für den Betrieb der Papiermaschinen eingesetzt, der Dampf betreibt die Trocknungszylinder, die dem fast fertigen Papier Feuchtigkeit entziehen. Die Leistung der Ersatzbrennstoffanlage ist optimal an die Dimensionen der Papierfabrik angelehnt: Zwei Drittel des Brennstoffes stammen direkt aus der Papierfabrik, der Rest wird extern zugekauft. Mit insgesamt 45.000 Tonnen verarbeitet die im Vergleich relativ kleine Anlage pro Jahr ein Fünftel der Menge der Müllverbrennungsanlage Spittelau in Wien.
Ähnliche Anlagen entstehen derzeit in sehr vielen Papierfabriken, denn die schwankenden Energiepreise machen sich in ganz Europa bemerkbar. "Jene Standorte, die sich auf steigende Energiepreise vorbereiten und selbst Energie gewinnen, haben einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil. Der positive Bescheid ist daher eine sehr gute Nachricht für Pitten und für unsere mehr als 240 Mitarbeiter in der Papierfabrik", so Ofenböck.

