22.07.2010

Ausreichende Kinderbetreuung wesentlich für Vereinbarkeit und Gleichstellung

IV: Ausbau und Optimierung der Betreuung der Unter-Drei-Jährigen als höchste Priorität bei Familienförderungen

Staaten mit stark ausgebauter institutioneller Kinderbetreuung, mit einer hohen weiblichen Erwerbsquoten und einer niedrigen traditionellen Arbeitsteilung weisen eine höhere Fertilitätsrate auf als jene in denen dies nicht so ist. Das bestätigt auch der kürzlich veröffentlichte Familienbericht. Neben demografiepolitischen Gründen sind die Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie die Ermöglichung der Gleichstellung der Geschlechter ebenso aus ökonomischer Perspektive von großer Bedeutung für den Wirtschaftsstandort Österreich.

In diesem Zusammenhang kommt aus Sicht der IV der Verfügbarkeit von geeigneten Kinderbetreuungseinrichtungen große Bedeutung zu. Die Anstoßfinanzierung des Bundes über 15 Mio. Euro pro Jahr für den Ausbau der Kinderbetreuungsplätze in den letzten zweieinhalb Jahren ist aus Sicht der IV bereits ein Schritt in die richtige Richtung. Um die Wahlmöglichkeiten für Frauen und Männer an internationale Standards heran zu führen, muss in Österreich aber darüber hinaus in den Ausbau von Kinderbetreuungseinrichtungen und deren flexiblere Gestaltung investiert werden. Um beispielsweise das EU-weite Barcelonaziel von 33 Prozent Betreuungsquote für die Unter-3-Jährigen zu erreichen, fehlen allein weitere 40.000 Plätze.

Entscheidend ist neben dem quantitativen Ausbau auch der Qualitative. Laut Familienbericht entsteht durch den mangelnden Einklang von Arbeitszeiten und den Zeitrastern von Kinderbetreuungsinstitutionen echte Zeitnot bei Familien und erschwert es dem Betreuungspflichtigen enorm einer Vollzeitbeschäftigung nachzugehen. Auch im Frauenbericht ist zu lesen, dass es zu einer starken Benachteiligung von Frauen insbesondere in ländlichen Regionen durch zu geringe Öffnungszeiten von Kinderbetreuungseinrichtungen kommt.

Die Förderung von individueller Betreuung für unter Dreijährige ist besonders wichtig und schafft zudem neue Arbeitsplätze. Studien belegen, dass pro Euro, der von der öffentlichen Hand für Kinderbetreuung investiert wird, über volkswirtschaftliche Effekte zwischen 1,3 und 2 Euro zurückfließen. Unter dieser Perspektive fordert die IV bei den Sachleistungen noch wesentlich stärkere Investitionen als bisher und das über einen längeren Zeitraum hinaus.

Zusammenfassung Familienbericht 1999-2009

Zusammenfassung Frauenbericht 2010

 


Fotos




IV Bund


Schwarzenbergplatz 4
1031 Wien


T. +43 1 711 35-0
F. +43 1 711 35 29 10
E. iv.office@iv-net.at
Twitter

Das IV-Konjunkturbarometer sowie die detaillierten Bundes-Ergebnisse im aktuellen GS-Blog Neumayer. http://t.co/HPiwYwfj
"Wir haben genug" - meinen Jugendorganisationen wie #JW, #IV, #OeCV & #JVP http://t.co/XrKsSUyW @iv_news @jungewirtschaft @Vorortskandidat
Wir wünschen allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern der YPD-Challenge alles Gute für die Finalrunde, die morgen startet! Toi toi toi?
Partner

Jugendorganisationen
» Junge Industrie
» Gruppe 1031


Partnerorganisationen
» IV-Schwesterverbände/ IV-Sister­organisations in Europe
» Die Partnerorganisationen der IV


IV-Network
» IV-Network