11.05.2012

Industrie begrüßt Pläne zum Ausbau der Fachhochschulen

IV-GS Neumayer: Mehr FH-Studienplätze wichtiger Baustein im Kampf gegen Fachkräftemangel – Fokus auf MINT-Fächer positiv für den Wirtschaftsstandort

„Bereits heute haben drei Viertel aller Industrieunternehmen Probleme, in Zukunftsbereichen wie Technik, Produktion oder Forschung und Entwicklung geeignetes Personal zu finden - Tendenz steigend. Die Pläne, mehr Studienplätze an Fachhochschulen zu schaffen sind daher uneingeschränkt zu begrüßen", so der Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV), Mag. Christoph Neumayer, zu den heute von Bundesminister Karlheinz Töchterle gemeinsam mit der Fachhochschulkonferenz präsentierten Plänen, ab Herbst 500 neue Studienplätze an Fachhochschulen zu schaffen. Investitionen in den Bildungssektor seien im Sinne des Standortes in jedem Fall zu begrüßen, im Falle der Fachhochschulen gelte dies jedoch in besonderem Maße, wie Neumayer betonte: „Investitionen in Fachhochschulen weisen einen hohen Return-on-Investment auf, weil die dortigen Studierenden nach einem Zugangsverfahren zielorientiert, mit geringen Drop-Out-Raten studieren sowie den Unternehmen nach rund 6 Semestern zur Verfügung stehen und darüber hinaus auch sehr praxisorientiert ausgebildet wurden." Insbesondere begrüße die IV die Schwerpunktsetzung auf technisch-naturwissenschaftliche Studiengänge. „Wir hoffen, dass auch Mittel des Hochschulplan-Strukturfonds für Fachhochschulen - und somit für den dringend erforderlichen Nachwuchs für Industrie und Wirtschaft - verwendet werden", unterstrich Neumayer.

Die IV sei maßgeblich an der Gründung des Fachhochschul-Sektors beteiligt gewesen und habe sich seither für dessen Ausbau engagiert. Auch der Expertenbericht zum Hochschulplan habe empfohlen, den FH-Sektor deutlich auszubauen. Österreich habe laut Expertenbericht mit lediglich 11 Prozent FH-Studierenden (was jedoch u.a. auf die relativ kurze „Geschichte" der Fachhochschulen zurückzuführen ist) einen im internationalen Vergleich (der Durchschnitt liegt bei 30-40 Prozent FH-Studierenden) geringen Anteil am Hochschulsektor und somit Aufholbedarf. Trotz des geringen Anteils an FH-Studierenden bringen die Fachhochschulen jährlich annähernd ebenso viele Absolventinnen und Absolventen in den technischen und naturwissenschaftlichen Studienrichtungen wie Universitäten hervor. „Deswegen begrüßen wir die 500 Anfängerplätze ab Herbst - aus Sicht der Industrie ist naturgemäß noch weiteres Aufholpotential gegeben", betonte der IV-Generalsekretär.


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IV Generalsekretär Christoph Neumayer
IV Generalsekretär Christoph Neumayer



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