Industrie für mehr Ambition im Innovationsbereich
IV-GS Neumayer: Österreich fällt im Innovationsvergleich ins Mittelfeld zurück – Forschungspolitik bedeutsam für den Standort – FTI-Strategie rasch umsetzen„Österreich hat sich ambitionierte Ziele in den Bereichen Forschung, Technologie und Innovation (FTI-Strategie) gesetzt, entfernt sich jedoch im Moment von diesen Zielen", sagte der Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV) Mag. Christoph Neumayer zu aktuellen Aussagen des Forschungsrates. Die positive Dynamik bei der F&E-Performance sei bedauerlicherweise seit 2009 ins Stocken geraten. Laut aktuellem Innovationsvergleich der Europäischen Kommission (Innovation Union Scoreboard 2011) ist Österreich im internationalen Vergleich in den vergangenen Jahren um mehrere Ränge zurückgefallen. Der Standort positioniert sich aktuell mit Platz 8 nur noch im Mittelfeld der Gruppe der Innovation Followers. „Es steht zu befürchten, dass Österreich in den nächsten Jahren weiter an Terrain verlieren wird. Österreich entfernt sich somit immer weiter von der selbst gesteckten Zielsetzung der Bundesregierung, als ‚Innovation Leader‘ in die erste Liga der Innovationsstandorte vorzustoßen. Hier gilt es gegenzusteuern", so Neumayer.
Die Industrie begrüße daher das aktive Monitoring des Forschungsrates im Bereich der FTI-Strategie. „Gerade in Zeiten der Konsolidierung ist eine zielgerichtete, effiziente Umsetzung der FTI-Strategie von hoher Bedeutung um Doppelgleisigkeiten zu vermeiden und Prioritäten setzen zu können", betonte Neumayer. Ziel müsse sein, die in der FTI-Strategie festgesetzten Maßnahmen rasch umzusetzen. Der Forschungs- und Innovationsförderung komme somit allerhöchste wirtschaftspolitische Bedeutung für den Standort zu, da dieser - wie zuletzt auch das IMD-Ranking gezeigt habe - im international Vergleich kontinuierlich an Attraktivität verliere.
