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[ 12.04.2005 ]

IV-Präsident Wöhrer und LH Burgstaller unterzeichnen Industriepolitisches Übereinkommen in Salzburg

Innovative Kooperation zwischen dem Land und der Industrie definiert wirtschaftspolitischen Maßnahmenkatalog

Landeshauptfrau Mag. Gabi Burgstaller, Wirtschaftsreferent Landeshauptmann-Stellvertreter Dr. Wilfried Haslauer, Landesrat Dr. Erwin Buchinger und die Verhandlungspartner der Industriellenvereinigung Salzburg mit Präsident Dipl.-Ing. Josef Wöhrer an der Spitze unterzeichneten ein Industriepolitisches Übereinkommen. Der wirtschaftspolitische Maßnahmenkatalog soll in den nächsten Jahren gemeinsam umgesetzt und laufend evaluiert werden. Ziele sind der Ausbau bestehender sowie die Ansiedlung neuer Unternehmen, die Mobilisierung von Beteiligungskapital, die Beschleunigung von Verfahren für größere öffentliche Projekte sowie der rasche und effiziente Ausbau der Salzburger Verkehrs- und Energieinfrastruktur.

Industrie schafft Mehrwert für Salzburg

Die Industrie ist für das Land Salzburg ein wesentlicher Wertschöpfungsträger. Die aktuell 21.503 Salzburger/innen, die direkt in der Industrie beschäftigt sind, erwirtschaften 70 Prozent aller Exporte Salzburgs. Das waren 2003 3,9 Milliarden Euro. „Das Industriepolitische Übereinkommen ist das Bekenntnis zu einer gemeinsamen Vorgangsweise mit dem Ziel, die Industrie in Salzburg zu halten und zu stärken“, so IV-Präsident Wöhrer. Er fordert, dass „die Industrie als wichtiger Wirtschaftsfaktor im Selbstverständnis des Landes und der Politik neben Kultur und Tourismus verstärkt Eingang finden muss“. Die Globalisierung der Wirtschaft bei gleichzeitig wachsenden Strukturproblemen führt zu verstärktem Druck auf die Arbeitgeber. Der Industriepräsident fordert von allen Beteiligten „sinnvolle Flexibilität, um Wachstum zu ermöglichen“. Das Industriepolitische Übereinkommen ist für Wöhrer eine innovative Kooperation von Land und Industrie. Es orientiert sich an greifbaren Ergebnissen: „Ein gemeinsamer Maßnahmenkatalog, die laufende Evaluierung und die Offenheit für neue Partner kennzeichnen diesen Prozess“.

Neben der langfristigen Sicherstellung bestehender Industriegebiete durch die Bereitstellung ausreichender Flächen, ist für die Industrie die Beschleunigung von Genehmigungsverfahren zur raschen Betriebsansiedelung ein entscheidender Wettbewerbsfaktor. Unterstützen wird die Industrie auch das gemeinsame internationale Lobbying Salzburgs für den Zuschlag der
Olympischen Winterspiele 2014.

Konkurrenzfähig im globalen Wettbewerb

Durch die konsequente Schwerpunktsetzung in den Bereichen Bildung und Human Ressourcen, Innovation, Forschung und Entwicklung, Infrastrukturausbau sowie durch die Umsetzung neuer Kooperationen mit den Nachbarregionen Oberösterreich und Bayern soll, die Position Salzburgs im internationalen Standortwettbewerb nachhaltig gestärkt werden. Als konkret vereinbarte Maßnahmen des industriepolitischen Übereinkommens nennen die Beteiligten unter anderem die angestrebte akademische Techniker/innen-Ausbildung – Technik-Modul-Studium – als Kooperation mehrerer Universitäten. Ein Gütesiegel Berufsorientierung soll für mehr Praxisnähe in Schulen sorgen. Die Errichtung des HTL-Kolleg Pongau soll den Bedarf an Mechatroniker/innen abdecken. Verbesserungen verspricht Burgstaller bei der Auftragsvergabe öffentlicher Bauprojekte zur durchgängigen Beschäftigung in der Bauindustrie über die Wintermonate.

Investieren. Modernisieren. Kooperieren

Als Motor von Innovation, Forschung und Entwicklung sowie als Auftraggeber für andere Wirtschaftssektoren gibt die Industrie wesentliche Impulse für die gesamte wirtschaftliche Dynamik des Landes. Nach dem Motto: „Das Richtige zielorientiert anpacken“ definiert das Industriepolitische Übereinkommen weitere Projekte zur Modernisierung der Verkehrs- und Energieinfrastruktur wie die Aktualisierung des Landesmobilitätskonzeptes 2002 und die Errichtung der fehlenden 380-kV-Leitung zur Sicherstellung der Energieversorgung. Wesentlicher Bestandteil des Maßnahmenkataloges ist auch die Umsetzung einer Technologieoffensive zur flächendeckenden Breitbandversorgung.

Vollbeschäftigung durch Stärkung der Industrie

Eine Verbreiterung des Salzburger Arbeitsmarktes ist eine entscheidende Voraussetzung für „nachhaltige“ Vollbeschäftigung. Eine wichtige Voraussetzung dafür ist neben der Bereitstellung von Kapital und geeigneten Betriebsflächen eine gezielte Verbesserung des Ausbildungsniveaus. Das Abkommen schafft neue Lehrstellen und stärkt die Weiterbildungsmöglichkeiten im technischen Bereich (über die Arbeitsstiftungen). Jeder neue Industriebetrieb schaffe hochwertige Arbeitsplätze - mit dem neuen Abkommen bietet Salzburg investitionsfreundlichen Unternehmen eine gute Basis.

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