18.08.2010

Sanochemia: Prognose für Gesamtjahr deutlich angehoben

Nach einem schwierigen Jahr ist der börsenotierten Sanochemia AG, Neufeld/Leitha im 3. Quartal erneut gelungen, das operative Ergebnis zu verbessern und das Unternehmen mit einschneidenden Restrukturierungsmaßnahmen auf den Weg in Richtung Profitabilität zurückzuführen.

Sanochemia verzeichnete in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres Umsatzerlöse in der Höhe von T€ 20.713, die zwar aufgrund von Strukturbereinigungen gegenüber dem Vorjahresvergleich (21.805) geringer, dafür aber ertragreicher ausfielen. Beide Kernsegmente - Humanpharmazeutika und Produktion - trugen gleichermaßen zu diesem Ergebnis bei.

 

Im positiven 3. Quartal 2009/2010 betrug das EBITDA (Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibung) T€ 1.215 (VJ: 1.110) und ein positives EBIT (Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern) von T€ 270 (VJ: 68) wurde erzielt. Das Ergebnis nach Steuern erreichte T€ -328 (VJ: -4.829) und brachte auch eine Verbesserung im Ergebnis je Aktie von € - 0,03 (VJ: -0,47).

 

Dementsprechend gibt sich der Sanochemia-Vorstand wesentlich optimistischer als zu Jahresbeginn und erhöht die Prognose für das Gesamtjahr: "Für das gesamte Geschäftsjahr 2009/10 erwarten wir ein deutlich positiveres Ergebnis, bislang war lediglich eine schwarze Null angepeilt, jetzt rechnen wir mit einem klaren Gewinn. Im Vordergrund unserer Bemühungen steht weiterhin Kostendisziplin und die Steigerung des Unternehmenswertes durch die Stärkung der Marktpositionen."  Für 2011 sieht der CEO der Sanochemia, Dr. Werner Frantsits, das Unternehmen wieder voll auf Wachstumskurs:

 

Auftragslage

Die Orderlage zeigt sich im zweiten Halbjahr um einiges stärker, hat jedoch im 3. Quartal noch nicht volle Auswirkungen auf den Gesamtumsatz gezeigt. Das Unternehmen rechnet nun mit einem entsprechenden Umsatzanstieg im 4. Quartal. Die geplanten Markteintritte und intensivierte Vermarktungsaktivitäten, sowie neue, margenstarke Entwicklungsprojekte werden die Auftragslage und somit das Umsatzwachstum künftig zusätzlich stärken.

 

Internationale Vermarktung 

Im Juni erhielt Sanochemia die lang erwartete US-Zulassung von der amerikanischen Gesundheitsbehörte (FDA) für das Röntgenkontrastmittel Scanlux® und Scanlux®   kann im US-amerikanischen Markt vertrieben werden. Aufgrund der Margensituation will Sanochemia die hochwertige Röntgenkontrastmittelspezialität am eigenen Produktionsstandort Neufeld produzieren. 

Des Weiteren gab Sanochemia die Vertriebsvereinbarung mit der spanischen Iberoinvesa Pharma SL zur Vermarktung ihrer radiologischen Produkte in Spanien, Portugal und Lateinamerika bekannt. 

Die Ausrichtung des Vertriebs liegt in der zügigen, internationalen Vermarktung von diagnostischen Produkten.

 

In Europa ist der Pharmamarkt aufgrund seiner Ländervielfalt sehr fragmentiert und das Unternehmen kann mangels zu knapper eigener Vertriebskapazitäten das Potenzial seiner Radiologiepalette nicht voll nutzen. Aus diesem Grund ist Sanochemia  mit vertriebsstarken Marktteilnehmern im Gespräch um durch Kooperationen und Synergien diese Situation wesentlich zu verbessern. Die Entwicklung von Sanochemias Märkten hängt auch stark von der Gesundheitspolitik einzelner Länder ab. Zentraleuropa und insbesondere Deutschland, der derzeit größte Absatzmarkt, erfahren grundlegende Veränderungen auf die auch Sanochemia reagieren muss. Aus weiteren strategischen Überlegungen forciert Sanochemia verstärkt den internationalen Vertriebsausbau. Geografisch sind die internationalen Wachstumsregionen wie Lateinamerika, Naher Osten und Nordafrika die wichtigsten Zielgebiete der geplanten Marktexpansion.

 

F&E:  Schwerpunkt Onkologie 

Zu den wesentlichsten Milestones im gegenständlichen Geschäftsjahr zählt der Durchbruch in der Entwicklung von PVP-Hyperizin in der Diagnostik von Blasenkrebs.  

Weit vorangeschritten ist der Studienverlauf der im Februar gestarteten Diagnostikstudie. Bereits in den ersten Ergebnissen konnten die hervorragenden Färbeeigenschaften von PVP-Hyperizin in der Harnblase des Menschen nachgewiesen werden. Nach derzeitigem Stand der Untersuchung wird PVP-Hyperizin die photodynamische Diagnostik von Harnblasentumoren gegenüber dem heutigen Standard deutlich verbessern. Das Unternehmen rechnet in den nächsten Wochen mit abschließenden Ergebnissen, erste Markteinführungen sind für 2012 geplant.  


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Dr. Werner Frantsits


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