Brenner-Basistunnel: Irritierende Verzögerungstaktik
„Sind das die Früchte einer zu ostlastigen Österreichpolitik?“, fühlt sich allmählich auch der Tiroler Industriepräsident Dr. Reinhard Schretter von der Bundesregierung in die Irre geführt.Diese Art von Verzögerungstaktik und die leeren Versprechungen werfen bei Tiroler Entscheidungsträgern immer mehr die Frage auf, ob die in vielen Bereichen spürbare Ostlastigkeit für ein Land wie Tirol überhaupt zukunftstauglich ist. Der Ärger über die Verzögerung beim Brennerbasistunnels (BBT) ist groß.
„High-Tech-Standort, Qualifikation, Wachstum und Zukunftsfähigkeit: diese Schlagworte der Politik verlieren dann ihre Glaubwürdigkeit, wenn Projekte in Frage gestellt werden, die für diese Begriffe stehen", ärgert sich Präsident Schretter über die vielen Sprechblasen und inszenierten Spatenstiche.
Wie will die Politik Glaubwürdigkeit verkörpern, wenn sie das, was sie über Jahrzehnte groß ankündigt, dann nicht in die Tat umsetzt, bedauert der Tiroler Industriepräsident die Orientierungslosigkeit und fordert Pakttreue ein.
„Eine weitere Verzögerung bei der Umsetzung des BBT wäre ein Ignorieren einer riesigen Chance für die gesamte Alpenregion. Das Projekt bringt befruchtende Impulse für Beschäftigung und Wissenschaft: Man käme auch endlich von der gegenwärtig ineffizienten Trassenführung weg. Jetzt müssen wir Taten setzen", rät Präsident Schretter zu einer dringenden Aussprache zwischen den Ländern Tirol, Bayern, Südtirol und dem Trentino.
