VEG im Strukturwandel
Vorarlberger Erdgas GmbH liefert im Jahr 205 Mill. Kubikmeter Gas.„Erdgas deckt rund 21 Prozent des Energiebedarfs in Vorarlberg und wird auch in den nächsten Jahren und Jahrzehnten ein wichtiger Energieträger für Privatkunden, Gewerbe und Industrie bleiben."
So Ing. Erwin Kopf, Geschäftsführer der VEG Vorarlberger Erdgas GmbH in Dornbirn, zu den VN. Die Energieabgabemenge pro Jahr liegt bei 205 Mill. Kubikmeter.
Die VEG entstand 1992 aus der Fusionierung der drei Gesellschaften DGG Dornbirner Gasgesellschaft mbH, GFB Gasversorgung Feldkirch Bludenz GmbH und VEF Vorarlberger Erdöl und Ferngas GmbH.
Und Kopf weiter: „Die VEG steht seit einigen Jahren durch die Liberalisierung der Energiemärkte in einem Strukturwandel. Das politische Engagement in den Themen Klimaschutz und Nachhaltigkeit führte, beeinflusst auch über die Wohnbauförderung, zu einer Veränderung in der Beheizung von Neubauten. Die Erfolgsquote für Erdgas ging spürbar zurück und der bei einem hohen Wärmedämmstandard stark reduzierte Heizenergiebedarf wird heute zunehmend mit erneuerbaren Energieträgern gedeckt. Im Gewerbe- und Industriebereich ist die Nachfrage nach Erdgas aber ungebrochen."
Mit dem Aufbau des Erdgasverteilnetzes wurde nach der Gründung der DGG im Jahre 1978 begonnen, nachdem die erste „Ölkrise" zu Beginn der Siebzigerjahre die extrem einseitige Abhängigkeit der Energieversorgung Vorarlbergs von Mineralölprodukten, die damals bei rund 75 Prozent lag, bewusst gemacht hatte. Zu Beginn der Achtzigerjahre gab es alarmierende Anzeichen für ein beginnendes Waldsterben, für das vor allem die Emission von Schwefeldioxid und von Stickoxiden verantwortlich gemacht wurde. Kopf: „So wurde das Erdgas Hochdruckleitungsnetz in Vorarlberg bis Mitte der Achtzigerjahre zügig bis in den Großraum Bludenz ausgebaut und in 37 Städten und Gemeinden wurden Mitteldruck- und Niederdruck-Verteilnetze errichtet."
Mit Jänner 2006 haben die VKW den Gesellschaftsanteil des Landes Vorarlberg übernommen und sind heute mit 71 Prozent an der VEG beteiligt. Größter Vorlieferant der VEG ist die E.ON-Ruhrgas. Das Gas kommt zu 70 Prozent aus Westeuropa (Niederlande, Deutschland, Nordseegas), der Rest ist Russengas.
Pro Jahr verzeichnet die VEG 250 neue Netzanschlüsse. Das Netz wird pro Jahr um acht Kilometer vergrößert. Kopf: „Die Umweltvorteile des Energieträgers Erdgas kommen auch zunehmend beim Einsatz als Treibstoff zur Wirkung. Bereits über 200 Erdgasfahrzeuge sind in Vorarlberg zugelassen."
