Sonderausstellung: „Unternehmen in Österreich 1918-2008“

Am 12. November 1918 wurde die Republik „Deutsch-Österreich“ ausgerufen. Aus diesem Anlass widmet sich eine Sonderausstellung im Haus der Industrie der Rolle der Unternehmen am Aufbau der Republik Österreich.

Die Industriellenvereinigung (IV) veranstaltete anlässlich des Gedenkjahres 2008 eine offizielle Sonderausstellung im Rahmen der großen Republiksausstellung im Parlament. Die Ausstellung „ Unternehmen in Österreich 1918 - 2008 " konnte von September 2008 bis Jänner 2009 im Haus der Industrie besichtigt werden und ist der Erfolgsstory der österreichischen Unternehmen und insbesondere ihrem Beitrag zum Aufbau der Republik gewidmet.

Wussten Sie, dass...?

auch 10 Jahre nach der Republiksgründung im Jahr 1918 immer noch über 40% der österreichischen Exporte in die Nachfolgestaaten der Monarchie gingen?

  • heute wieder 22% der heimischen Exporte nach Mittel und Osteuropa gehen und die österreichischen Unternehmen bereits über 15% des heimischen BIP in Mittel- und Osteuropa investiert haben?
  • der deutsche Anteil am Aktienkapital österreichischer Unternehmen in der NS-Zeit von 9% auf 57% gestiegen ist?
  • die Bundesregierung und die österreichschen Unternehmen insgesamt 436 Mio. Euro als freiwillige, symbolische Entschädigung für die Zwangsarbeiter der Jahre 1938-1945 bereitgestellt haben?
  • in der Zeit des „ersten österreichischen Wirtschaftswunders" 1953-1964 kein anderes Land weltweit einen derartigen Wohlstandzuwachs (BIP pro Kopf) verzeichnen konnte?
  • mit der Ostöffnung im Jahr 1989 ein „zweites österreichisches Wirtschaftswunder" eingeläutet wurde, dass unter der Bezeichnung „Erfolgsmodell Österreich" für Furore in den internationalen Medien gesorgt hat?
  • die österreichische Industrie seit 1954 nach Irland die höchsten Produktivitätszuwächse aller Industriestaaten hatte?
  • die österreichische Wirtschaft heute nach Dänemark die umweltfreundlichste (weil energieeffizienteste) der Welt ist?
  • bereits fast drei Viertel (61%) unseres heutigen Wohlstandes durch die Exporte der Unternehmen erwirtschaftet werden?
  • heute bereits 80% der heimischen Staatsschulden in ausländischem Besitz sind?
  • der Staat heute bereits täglich 20 Mio. Euro an Zinsen auf die Staatsschulden zahlen muss (1970 war es noch weniger als eine Million Euro)?
  • bereits 72% unseres gesamten heimischen Energieverbrauchs importiert werden muss?
  • sich die Anzahl der Arbeitsplätze bei den Unternehmen in Österreich seit 1918 auf 3,5 Mio. mehr als verdoppelt hat?
  • sich die Anzahl der Telefonanschlüsse in Österreich seit 1918 vervierunddreißigfacht hat?
  • das Arbeitnehmerentgelt, dass die Unternehmen durchschnittlich jedem Beschäftigten auszahlen, sich seit 1918 fast verzweihundertfünfzigfacht hat?
  • sich ein durchschnittlicher männlicher Industriearbeiter für eine geleistete Arbeitsstunde 1925 nur 3 Packungen Mannerschnitten leisten konnte?
  • sich ein durchschnittlicher männlicher Industriearbeiter für eine geleistete Arbeitsstunde heute bereits 24 Packungen Mannerschnitten leisten kann?
  • in der Nachkriegszeit nur die Hälfte aller Steuern- und Abgaben in soziale Transfers geflossen sind, und es heute bereits zwei Drittel sind?´
  • die Firma Swarovski um 1900 von Böhmen nach Wattens in Tirol gezogen ist, um der starken Konkurrenz im Glasgeschäft in Böhmen auszuweichen und heute Weltmarktführer bei der Schleifmittelproduktion ist?
  • die Creditanstalt nach der Weltwirtschaftskrise geschätzte 42% der gesamten heimischen Aktienunternehmen besaß?
  • die Länderbank nach dem Zusammenbruch der Monarchie ihren Sitz nach Paris verlegt und unter dem Namen „Banque des Pays de l´Europe Centrale" („Zentraleuropäische Länderbank") firmiert hat?
  • Semperit der größte europäische Schuhproduzent in den 50er und 60er Jahren war?
  • Manner weltweit einer drei letzten Süßwarenproduzenten ist, der seine Schokolade noch selbst herstellt?
  • Der Standort Wiener Neustadt während der Monarchie (nach Frankreich) die meisten Weltrekorde in der Fliegerei verzeichnen konnten, und heute mit Diamond-Aircraft und Schiebel wieder zwei Wr. Neustädter Unternehmen Weltmarktführer in Nischenmärkten der Flugzeugindustrie sind?
  • der Erfinder Carl Auer von Welsbach, der heuer seinen 150. Geburtstag feiert, mit Treibacher den ersten österreichischen multinationalen Konzern gegründet hatte und außerdem Firmengründer der Osram AG in Berlin war?
  • mit Siemens, Lufthansa, Volkswagen, Allianz, Sixt, Nestlé, Roche, Magna, Jet Airways und demnächst Continentale bereits zehn ausländische Weltkonzerne österreichische Vorstandsvorsitzende bzw. Finanzvorstände oder Aufsichtsratsvorsitzende haben?

Fotos der einzelnen Unternehmens-Vitrinen können Sie hier unter "Fotos" downloaden

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