Gesundheit im Dialog: Modernes Primärversorgungs-Modell wesentlicher Eckpfeiler der Gesundheitsreform

IV-Vizepräsident Petschnig: Bessere Versorgungsqualität für Bevölkerung, mehr Effizienz bei Mitteleinsatz – Bayer Austria Geschäftsführer Hagenlocher: Optimierung von medikamentösen Therapien, Steigerung der Effektivität

Am 06. November 2014 fand zum siebten Mal die Diskussionsveranstaltung „Gesundheit im Dialog“ in Kooperation mit der Industriellenvereinigung (IV) mit Bayer Austria statt. Dieses Jahr wurde das Thema „Primary Health Care – wer soll was tun in der Primärversorgung“ erörtert. Nach dem umfassenden Einstieg in das Thema durch Prof. Dr. Helmut Brand , Präsident des European Health Forum Gastein, der die europäische Perspektive von Primärversorgungssystemen aufzeigte, brachte das hochkarätig besetzte Podium die unterschiedlichen Blickwinkel der vertretenen österreichischen Stakeholder in die Debatte ein.

Zwtl: Primärversorgung verbessert die Versorgungsqualität

„Primary Health Care (PHC) bedeutet nicht nur die Neugestaltung und Modernisierung des Erstkontaktes der Patientinnen und Patienten zum Gesundheitswesen, sie führt auch zu besserer Versorgungsqualität der Bevölkerung bei gleichzeitiger Optimierung des Mitteleinsatzes“, so der Vizepräsident der Industriellenvereinigung (IV), Mag. Otmar Petschnig . „In Österreich herrscht eine starke Fixierung auf das Krankenhauswesen vor, was auch die OECD kritisiert“, so Petschnig weiter. „Österreich hat den Weltmeistertitel bei den Spitalsentlassungen inne, in keinem OECD-Mitgliedstaat ist die Anzahl an Krankenhausentlassungen höher. Durch eine sinnvolle Zugangssteuerung hin zum Best Point of Service lassen sich hier große Potenziale heben und gleichzeitig die Versorgung der Bevölkerung verbessern“.

Zwtl: Primärversorgungsstrukturen können die Optimierung von medikamentösen Therapien unterstützen

„Die bestmögliche gesundheitliche Versorgung von Patientinnen und Patienten mit den bestmöglichen Arzneimitteln in modernen, wohnortnahen Strukturen ist uns ein zentrales Anliegen. Unsere innovativen Arzneimittel können nur dann den Patientinnen und Patienten sowie dem Gesundheitssystem dienen, wenn das Zusammenspiel zwischen den einzelnen Versorgungsbereichen optimal funktioniert. Das kann die Therapietreue und Effektivität der Behandlung steigern – vor allem auch bei chronisch Erkrankten“, so Dr. Martin Hagenlocher , Geschäftsführer von Bayer Austria. „Daher begrüßen wir als Vertreter der pharmazeutische Industrie grundsätzlich Maßnahmen, die zur Optimierung der medikamentösen Therapien führen“, so Hagenlocher weiter. „Umfragen zeigen, dass sich Patientinnen und Patienten mehr Zeit für Gespräche und längere Öffnungszeiten wünschen. Gemeinsam mit den wohnortnahen ärztlichen Behandlungseinrichtungen haben unserer Ansicht nach auch die öffentlichen Apotheken einen zentralen Stellenwert in der österreichischen Primärversorgung“.

PHC rasch umsetzen, von internationalen Beispielen lernen

„Die rasche Umsetzung eines modernen PHC-Modells in Österreich ist ein wesentlicher Eckpfeiler der 2013 beschlossenen Gesundheitsreform. Eine umfassende Primärversorgung unterstützt den Gesundheitszustand der Bevölkerung und hilft, Effizienzpotenziale zu heben“, wie Petschnig und Hagenlocher abschließend betonten.

www.bayer.at

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